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Emotional Intelligente verdienen mehr Geld

16. August 2011

neuronales-netzMenschen mit einer höheren emotionalen Intelligenz sind im Beruf erfolgreicher. Und zwar dann, wenn dies gekoppelt ist mit beruflichem Ehrgeiz.

In der Praxis untersucht haben das der Arbeits- und Organisationspsychologe Gerhard Blickle und seine Forscherkolleginnen an den Universitäten Bonn und Heidelberg.

Emotionale Intelligenz

bezeichnet die Fähigkeit eigene und fremde Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen, und die eigene Gefühlslage aktiv zu steuern. Wer seine Gefühle besser ausdrücken und verstehen kann, ist sensibler in der Wahrnehmung von eigenen Gefühlen, ist empathischer und im Umgang mit Anderen kompetenter. Zudem zeigt sich, dass emotionale Intelligenz zur Leistungsfähigkeit im Beruf beiträgt. Übrigens sollte man emotionale Intelligenz nicht mit Nettigkeit gleichsetzen. Wie jemand seine Fähigkeit die Gefühle anderer gut einzuschätzen einsetzt, ist noch einmal ein anderes Kapitel.

Blickle und sein Forscherteam wollten nun wissen, ob emotionale Intelligenz tatsächlich Karrieren befördern kann. Dazu befragten sie im Abstand von zwei Jahren 71 Betriebswirte zu Einkommen, Karriereoptionen und Karrieremotivation und erhoben die Fähigkeit sich in andere einzufühlen. Tatsächlich verdienen die emotional Intelligenteren mehr Geld, allerdings nur, wenn dies auch mit Erfolgsstreben gekoppelt ist. Emotionale Intelligenz ist im Sinne dieser Studie nicht die Ursache von Erfolg, sondern dient dem Erfolgsorientierten als Mittel zum Zweck.

Wie immer sollte man bei solch quantitativ ermittelten Ergebnissen im Kopf behalten, dass was sich statistisch nachweisen lässt, nicht auf den Einzelnen übertragbar sein muss. (Nur weil Männer statistisch gesehen größer als Frauen sind, gibt es dennoch Frauen die größer sind als Männer.)

Ist emotionale Intelligenz erlernbar?

Wenn nun – allgemein gesehen – emotionale Intelligenz ein Kapital darstellt, das Erfolg wahrscheinlich macht, dann stellt sich die spannende Frage, ob man emotionale Intelligenz erlernen kann. Die Antwort ist ja, darauf verweist schon die Tatsache, dass emotionale Intelligenz mit dem Alter zunimmt. Der Einstieg in die emotionale Intelligenz heißt (Selbst-)Reflexion und Selbstgespür. Das kann man üben und kultivieren.

Literatur: Blickle, Gerhard et.al. (in Veröffentlichung 2011): Construct Validation oft the Test of Emotional Intelligence. European Journal of Psychological Assessment 2011; Vol 27(4).

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Über die Autorin

UlrikeRheinberger_peak8Coaching_BlogHier schreibt Ulrike Rheinberger, Organisationsberaterin und Coach aus Berlin zu Themen rund um Coaching, Personal- und Organisationsentwicklung.

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